Und plötzlich ging nichts mehr: Sicherheitsrisiko externer Buscontroller

Und plötzlich ging nichts mehr: Sicherheitsrisiko externer Buscontroller von Honeywell

Sie nutzen für die Kommunikation zu Ihren Steuergeräten einen oder mehrere externe Buscontroller? Dann sollten Sie unbedingt weiterlesen. Denn der externe Buscontroller ist die Achillesferse Ihres Zutrittskontrollsystems. Warum dies so ist und was Sie unternehmen können – das alles erfahren Sie in diesem Beitrag.

Haben Sie jemals dieser kleinen, grauen Blechkiste mit der roten LED auf der rechten Seite Beachtung geschenkt? Nein? Sie hört auf den Namen Externer Buscontroller für Master/Slave-Übertragung und ist vor allem bei älteren Zutrittskontrollsystemen von effeff, Novar und Honeywell für die Kommunikation zwischen der Zutrittskontrollsoftware (MultiAccess for Windows, IQ MultiAccess, NovaTime) und den angeschlossenen Zutrittskontrollzentralen (ZKZ) zuständig.

Der externe Buscontroller für Master/Slave-Übertragung wurde vor allem in Zutrittskontrollsystemen bis 2003 eingesetzt. Zu dieser Zeit waren in den meisten Gebäuden noch Busverkabelungen der Normalfall und Netzwerke auf CAT-Basis eher die Ausnahme. In der Regel handelt es sich dabei um ZKZ des Typs Honeywell ACS 1. Aber auch die aktuelleren Zutrittssteuerungen des Typs ACS 2, ACS 2 Plus und ACS 8 wurden in vielen Systemen über den externen Buscontroller von Honeywell angebunden.

externer Buscontroller

Welches Risiko besteht, wenn der externe Buscontroller ausfällt?

Wie bereits oben beschrieben, übernimmt der externe Buscontroller die Kommunikation zwischen Ihrer Zutrittskontrollsoftware und den Steuergeräten, an denen die Wandleser zur Zutrittskontrolle angeschlossen sind. Fällt der externe Buscontroller nun wegen eines defekten Bauteils aus, steht ab diesem Moment auch die Kommunikation zwischen Soft- und Hardware still. Sie erhalten keine Informationen mehr, welcher Nutzer durch Türen gegangen ist und Sie können vor allem keine Änderungen und Löschungen an die Zutrittskontrollzentrale senden. Das gleiche gilt für den Fall, wenn Sie neue Nutzer im System anlegen und an die Steuerung übertragen wollen.

Ein Ersatz des defekten externen Buscontrollers ist ausgeschlossen, da dieser Controller seit weit über 10 Jahren ausgelaufen ist. Ersatzteile sind ebenfalls nicht mehr zu bekommen.

Nun wäre der erste Gedanke, den defekten Buscontroller durch einen aktuellen Schnittstellenwandler mit RS485 Protokoll zu ersetzen. Wenn Sie ACS 2 oder ACS 8 Zutrittskontrollgeräte einsetzen, dann ist dies die Problemlösung. Sollten Sie allerdings eine Honeywell ACS 1 Steuereinheit einsetzen kommt der nächste Stolperstein ins Spiel:  denn das ACS 1 arbeitet mit veralteten Kommunikationsprotokollen. Alle Honeywell ACS 1 Steuereinheiten können nicht über einen aktuellen Schnittstellenwandler kommunizieren. Auch eine Nachrüstung des ACS 1 auf Netzwerkanschluss ist nicht möglich.

Lieber Stück für Stück modernisieren, als Totalausfall riskieren…

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns über die Möglichkeiten einer schrittweisen oder auch kompletten Modernisierung sprechen. Dadurch lassen sich die Risiken eines Ausfalls minimieren und die Kosten für die Modernisierung sind wesentlich besser planbar als im Falle eines Totalausfalles.

Für die Modernisierung stehen zahlreiche Lösungswege zur Verfügung, welche von Ihrem derzeitigen Systemaufbau, Ihrer Infrastruktur im Unternehmen und einigen weiteren Einflussfaktoren abhängen.

Stellen Sie uns gerne Ihre Fragen zum Thema externer Buscontroller von Honeywell über das Chatmodul auf dieser Seite, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und schauen gerne, welche Lösungswege sich für Ihr Zutrittskontrollsystem am wirtschaftlichsten umsetzen lassen.

Herzliche Grüße
Ihr Christian Maxin